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Wenn ein Säugling plötzlich und ohne ersichtlichen Grund stirbt, ist das für die Eltern ein schreckliches Ereignis, das sie ein Leben lang begleiten wird. Doch warum kommt es zum Plötzlichen Kindstod, was kann man dagegen tun und wo finden betroffene Eltern Hilfe?
Eben noch schläft das Baby friedlich in seinem Bettchen, kurz darauf atmet es nicht mehr: Der Plötzliche Kindstod ist der Albtraum aller Eltern und bringt viel Leid und Trauer in die Familien. Obwohl die Zahl der Säuglinge, die am Plötzlichen Kindstod sterben, in den vergangenen Jahren um rund 80 Prozent zurückgegangen ist, kommt er leider immer noch hin und wieder vor.
Der Tod eines Säuglings durch den Plötzlichen Kindtod ist ein sehr emotionales Ereignis, auf das jeder Mensch anders reagiert. Im folgenden Text versuchen wir, über dieses Thema zu informieren, wobei wir uns auf medizinische Beschreibungen und Definitionen stützen, die bei den Betroffenen starke Gefühle auslösen können. Wenn Sie sich von den Inhalten überfordert fühlen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Hebamme oder suchen Sie eine Beratungsstelle auf. Links zu Beratungsstellen finden Sie am Ende des Artikels.
Die genauen Ursachen für den Plötzlichen Kindstod sind wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Die Forschung geht davon aus, dass unter anderem eine Unreife des Atemantriebs die Ursache sein könnte, die dazu führt, dass die Kinder nicht aufwachen, wenn sie keine Luft mehr bekommen und einfach aufhören zu atmen.
Wenn ein gesunder Säugling plötzlich und ohne erkennbaren Grund stirbt, spricht man vom Plötzlichen Kindstod beziehungsweise dem Plötzlichen Säuglingstod oder dem Sudden Infant Death Syndrom (SIDS). Das Risiko ist am höchsten, wenn die Kinder zwischen zwei und fünf Monaten alt sind, danach nimmt das Risiko deutlich ab. Mädchen sind etwas seltener betroffen als Jungen.
Obwohl die Ursachen für den plötzlichen Säuglingstod noch nicht endgültig geklärt sind, hat die Forschung in den letzten Jahren einige Risikofaktoren identifiziert, die sich leicht vermeiden lassen, wenn man sie kennt.
Medizinerinnen und Mediziner vermuten, dass es unter anderem bestimmten Schlafempfehlungen zu verdanken ist, dass die Zahl der Kinder, die am Plötzlichen Säuglingstod sterben, in den letzten Jahren so stark zurückgegangen ist:
Wenn Kinder im Schlaf plötzlich ungewöhnlich blass werden oder blau anlaufen, sollten Sie sie wecken und ärztlich untersuchen lassen. Auch Atempausen, schwere Erweckbarkeit, häufiges Erbrechen, Verschlucken oder starkes nächtliches Schwitzen sollten Sie ärztlich abklären lassen.
Statistiken zufolge sind diese Risikogruppen häufiger vom Plötzlichen Kindstod betroffen:
Der Verlust eines Kindes ist für Eltern, Geschwister und Angehörige in jedem Fall ein schwerer Schicksalsschlag, unabhängig davon, ob das Kind erst wenige Wochen, Monate oder vielleicht schon einige Jahre alt ist. Insbesondere der Schock über den Plötzlichen Kindstod ist für viele Eltern schwer zu verarbeiten.
Für betroffene Eltern, Geschwister und Angehörige ist es daher wichtig, sich Zeit zu nehmen und sich gegenseitig Raum zum Trauern zu geben. Sprechen Sie über Ihre Gefühle, wenden Sie sich an Freunde und Verwandte oder suchen Sie Rat und Hilfe bei Ärztinnen und Ärzten, Hebammen oder psychologischen Beratungsstellen. Auch Selbsthilfegruppen können vielen Betroffenen helfen und bieten einen geschützten Rahmen, um sich mit Menschen auszutauschen, denen Ähnliches widerfahren ist.